Freitag, 8. November 2013
Viel Zeit vergangen, viel passiert...
frauenzimmer, 21:27h
Mein letzter Beitrag war im April, seither ist viel passiert.
Zuerst das Gute. Mit IHM bin ich noch zusammen. Wir haben unsere Höhen und Tiefen und es sind für meinen Geschmack auch noch zu viele Tiefen, aber eines seiner privaten Projekte ist demnächst beendet und dann soll sich einiges ändern.
Vor ein paar Monaten ist mein Vater verstorben. Was ich gefühlt habe... nichts. Es war mir nicht egal, aber mein Vater wollte fast mein ganzes Leben lang nichts von mir wissen. Wir wurden vom Amt von seinem Zustand informiert und erst als er krank war und sich nicht mehr artikulieren konnte, hat er sich über meine Besuche freut. Mir ging es bei den Besuchen nicht gut, aber es war als Tochter meine Pflicht, egal was in der Vergangenheit passiert ist. Er war für mich ein Fremder, von dem ich nur gehört habe, wenn er sich mal wieder geweigert hat, für seine Kinder zu zahlen. Nach den Besuchen ging es mir immer sehr schlecht, rasende Kopfschmerzen, Migräne, schlaflose Nächte. Immer wieder die Gedanken, was wäre gewesen wenn. Wenn er uns nicht verlassen hätte, wenn er danach wenigstens noch ein Vater für seine Kinder geblieben wäre, wenn er nicht immer wieder seine Arbeit aufgegeben hätte, damit er keinen Unterhalt zahlen muss,...
Meine Mutter hat ihn immer in Schutz genommen. Sie hat den ganzen Schriftverkehr zwischen ihr und ihm, den Anwälten und Gerichten aufgehoben. Ich fragte sie ob ich mir diese durchlesen darf und sie gab mir alles mit. Danach konnte ich ihn nicht mehr besuchen. Er hat nicht nur eine schwer kranke Frau mit zwei Kindern alleine gelassen, sondern auch noch meiner Mutter das Leben schwer gemacht. Er wollte uns soger den Kontakt zu unserem Opa verbieten.
In meinem Leben habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie ich wohl reagiere, wenn ich von seinem Tod höre, vor allem aber was ich empfinde. Und jetzt wo ich es weiß finde ich es erschreckend. Da ist nichts und da war nichts. Ist das verwerflich?
Ich habe nicht getrauert aber meine Gedanken haben sich im Kreis gedreht. Im Job kamen überflüssiger Weise zwei Monate extremen Stresses dazu. Am Ende war ich so fertig, dass ich mich nicht mehr auf meinen Urlaub freuen konnte. An meinem zweiten Urlaubstag ging ich Laufen. Nach der halben Strecke konnte ich es nicht mehr halten. Ich habe mitten auf dem Weg angefangen zu weinen. Ich konnte nichts tun. Ich habe Tage gebraucht mich wieder zu fangen und die drei Wochen haben auch nicht gereicht um mich ausreichend zu erholen. Erst dachte ich, ich bin zu empfindlich. Dann habe ich mit meinen Kollegen gesprochen und denen geht es genauso.
Jetzt ist aber erst mal Wochenende. Ich genieße, lese, Esse gut,... und was soll ich sagen... das Leben ist schön ;-)!
Zuerst das Gute. Mit IHM bin ich noch zusammen. Wir haben unsere Höhen und Tiefen und es sind für meinen Geschmack auch noch zu viele Tiefen, aber eines seiner privaten Projekte ist demnächst beendet und dann soll sich einiges ändern.
Vor ein paar Monaten ist mein Vater verstorben. Was ich gefühlt habe... nichts. Es war mir nicht egal, aber mein Vater wollte fast mein ganzes Leben lang nichts von mir wissen. Wir wurden vom Amt von seinem Zustand informiert und erst als er krank war und sich nicht mehr artikulieren konnte, hat er sich über meine Besuche freut. Mir ging es bei den Besuchen nicht gut, aber es war als Tochter meine Pflicht, egal was in der Vergangenheit passiert ist. Er war für mich ein Fremder, von dem ich nur gehört habe, wenn er sich mal wieder geweigert hat, für seine Kinder zu zahlen. Nach den Besuchen ging es mir immer sehr schlecht, rasende Kopfschmerzen, Migräne, schlaflose Nächte. Immer wieder die Gedanken, was wäre gewesen wenn. Wenn er uns nicht verlassen hätte, wenn er danach wenigstens noch ein Vater für seine Kinder geblieben wäre, wenn er nicht immer wieder seine Arbeit aufgegeben hätte, damit er keinen Unterhalt zahlen muss,...
Meine Mutter hat ihn immer in Schutz genommen. Sie hat den ganzen Schriftverkehr zwischen ihr und ihm, den Anwälten und Gerichten aufgehoben. Ich fragte sie ob ich mir diese durchlesen darf und sie gab mir alles mit. Danach konnte ich ihn nicht mehr besuchen. Er hat nicht nur eine schwer kranke Frau mit zwei Kindern alleine gelassen, sondern auch noch meiner Mutter das Leben schwer gemacht. Er wollte uns soger den Kontakt zu unserem Opa verbieten.
In meinem Leben habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie ich wohl reagiere, wenn ich von seinem Tod höre, vor allem aber was ich empfinde. Und jetzt wo ich es weiß finde ich es erschreckend. Da ist nichts und da war nichts. Ist das verwerflich?
Ich habe nicht getrauert aber meine Gedanken haben sich im Kreis gedreht. Im Job kamen überflüssiger Weise zwei Monate extremen Stresses dazu. Am Ende war ich so fertig, dass ich mich nicht mehr auf meinen Urlaub freuen konnte. An meinem zweiten Urlaubstag ging ich Laufen. Nach der halben Strecke konnte ich es nicht mehr halten. Ich habe mitten auf dem Weg angefangen zu weinen. Ich konnte nichts tun. Ich habe Tage gebraucht mich wieder zu fangen und die drei Wochen haben auch nicht gereicht um mich ausreichend zu erholen. Erst dachte ich, ich bin zu empfindlich. Dann habe ich mit meinen Kollegen gesprochen und denen geht es genauso.
Jetzt ist aber erst mal Wochenende. Ich genieße, lese, Esse gut,... und was soll ich sagen... das Leben ist schön ;-)!
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